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Autos in der Kreislaufwirtschaft

Fraunhofer IWU Chemnitz koordiniert wegweisendes Projekt

Bis 2035 sollen nach EU-Vorgaben Neufahrzeuge nahezu vollständig aus recycelten, überarbeiteten, umfunktionierten, reparierten oder wiederverwendeten Teilen stammen und der Verbrauch neuer Rohstoffe für die PKW-Produktion gegen Null gehen. Unter der Federführung des Frauenhofer IWU Chemnitz stellt ein Zusammenschluss aus 28 europäischen Automobilherstellern im EU-Projekt “Zero Emission electric vehicles enabled by haRmonised circulArity", kurz ZEvRA, einen möglichen Weg für die Umsetzung dieses Vorhabens vor. Das Vorhaben steht für die Entwicklung einer Methodik für zirkuläres Design sowie eine ganzheitliche Kreislaufbewertung. Mit der Umsetzung einer solchen Methodik soll der CO2-Abdruck pro Fahrzeug um ungefähr 25 Prozent sinken. Am Projekt beteiligen sich unter anderem namhafte Hersteller wie Volkswagen, Skoda und Skellantis (Peugeot, Citroen, Opel) sowie große Zulieferer wie Continental.

Zu Demonstrationszecken werden sie bis Ende 2026 ein Fahrzeug mit Teilen aus recycelten Werkstoffen aufbauen, die den Kriterien der Kreislaufwirtschaft entsprechen. Damit das Ziel von Fahrzeugteilen ohne neue Rohstoffe erreichbar bleibt, müssen zahlreiche Materialien eine hundertprozentige Wiederverwendungsquote erfüllen. Dies gilt beispielsweise für Stahl und sämtliche Aluminiumlegierungen bei gewalzten, gegossenen und Aluminiumschaumteilen. Selbst für die Herstellung neuer Reifen sollen nahezu ausschließlich Sekundärrohstoffe zum Einsatz kommen – auch bei der Lauffläche.

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